Medikamente in der privaten Krankenversicherung, so funktioniert es

Alle gesetzlich versicherten können ein Lied davon singen: Sie gehen zum Arzt, weil sie krank sind und der Arzt verschreibt ein Rezept. Zumindest sieht es so aus wie ein Rezept, nur die Farbe ist anders. In der Apotheke wird dann klar, warum. Es handelt sich gar nicht um ein Rezept, sondern um eine Empfehlung des Arztes und der Patient muss dieses Medikament selbst bezahlen. Es geht hier um die sogenannte Wirtschaftlichkeit, dass Ärzte ein Medikament empfehlen sollen statt ein Rezept auszustellen, wenn dieses Medikament günstiger ist. Manchmal unterliegt das günstigere Medikament keiner Rezeptpflicht, weshalb der Patient dann das Medikament komplett selbst zahlen muss. Aber auch bei einem rezeptpflichtigen Medikament muss der Patient immer einen Betrag zuzahlen: in der Regel 5 Euro. Diese läppern sich zusammen, wenn öfter ein Rezept ausgestellt wird.

 

Diese Medikamente übernimmt die private Krankenversicherung

Eine private Krankenversicherung unterliegt nicht den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit, wie es bei den gesetzlichen Krankenversicherungen heißt. Im Detail bedeutet dies, dass zwar jede Versicherungsgesellschaft versucht, möglichst wirtschaftlich zu arbeiten – Konkurs anmelden möchte ja keiner. Aber dies geht nicht zu Lasten der Patienten. Sobald ein Arzt ein Rezept verschreibt, dann wird dies auch von der privaten Krankenkasse übernommen. Es beginnt eigentlich damit, dass ein Arzt bei einem privat Versicherten nicht überlegt, welches Medikament er verschreibt. Oben beschriebenes Problem, dass es immer das günstigste – wenn auch nicht rezeptpflichtiges Arzneimittel – sein muss, gibt es hier nicht.

Für Patienten einer privaten Krankenversicherung ist es ein beruhigendes Gefühl, dass die medizinische Notwendigkeit im Vordergrund steht.

 

Hilfsmittel werden auch erstattet

Ein ähnliches Spiel wie mit den Medikamenten findet bei den Hilfsmitteln statt. Auch hier erstattet die gesetzliche Krankenkasse kaum ein Hilfsmittel, beziehungsweise werden hohe Eigenbeteiligungen des Patienten nötig. Die privaten Krankenversicherungen hingegen übernehmen den größten Teil dieser Kosten, wenn nicht sogar den kompletten Betrag. Selbstverständlich ist dies vom gewählten Tarif abhängig, der sich auf die Beiträge auswirkt. Aus diesem Grund sollte sich jeder Versicherte vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung überlegen, welcher Tarif der Richtige für ihn ist und ob es sich lohnt, höhere Beiträge zu zahlen. In der Regel kann dies auf vernünftige Weise durch die Situationen der Vergangenheit abgewägt werden. Bei Zweifeln hilft ein PKV Vergleich weiter, der sowohl die Beiträge als auch die zugehörigen Leitungen anzeigt.